Schlaf-Mythen

Mythos Nr. 1

"HALT DEIN BABY TAGSÜBER WACH, DASS ES NACHTS BESSER SCHLÄFT"

Vielleicht hast Du diese Aussage auch schonmal gehört? Dieser Mythos ist weit verbreitet, was vermutlich an dem Irrglauben liegt, dass Babys hauptsächlich in der Nacht schlafen sollen und das Schlafverhalten der Erwachsenen auf den Babyschlaf übertragen wird. Das Wissen darüber, dass Babys anders schlafen als Erwachsene, ist von enormer Bedeutung.
Besonders junge Säuglinge überreizen schnell und können übermüden. Je älter das Kind wird, desto flexibler ist die Spanne einer möglichen Wachphase, bevor das nächste Schläfchen stattfinden sollte. Babys brauchen regelmäßig ein Reset. Ein zu langes Hinauszögern des Schlafes bedeutet Stress für das Kind. Oft haben dann die Kinder mühe mit dem Einschlafen und die Nacht könnte unruhig und schnell vorüber sein. 

DAS KANNST DU TUN

Achte auf die Müdigkeitsanzeichen Deines Babys. Jedes Baby ist individuell. So kann bei einem Baby das erste Müdigkeitsanzeichen schon ein guter Zeitpunkt sein, das Baby in den Schlaf zu begleiten. Bei einem anderen Baby ist das erste Anzeichen noch nicht der richtige Zeitpunkt.
Das Wissen um die altersgerechten Wachphasen hilft, eine Einschätzung zu bekommen, wie lange Babys in welchem Alter wach bleiben können. 
Und nochmal zu betonen ist die Individualität jedes einzelnen Kindes, sowie zu beachten, dass nicht jeder Tag gleich abläuft, die Launen und Befindlichkeiten nicht jeden Tag gleich sind und somit eine gewisse Flexibilität immer von Vorteil ist.  





Schlaf-Mythen

Mythos Nr. 2

"DU BEKOMMST DEIN KIND NIE WIEDER AUS DEINEM BETT"

Schlafen ist hochindividuell. Da spielen Vorlieben und Gewohnheiten mit rein, jedoch eines ist klar, das Bedürfnis nach Schlaf haben alle!
Die einen mögen es, ganz nah beisammen zu schlafen, die anderen mögen ihren eigenen Schlafbereich, andere schlafen gerne mit offenen Fenster, wieder andere sind Bauchschläfer und noch wieder andere schlafen am besten, wenn es ganz dunkel und ruhig ist. 

Die Angst, das Kind nie wieder aus dem Bett zu bekommen, ist weit verbreitet. 

WIE SOLLEN WIR ES NUN MACHEN?

So anzufangen, wie ihr es euch als Familie vorstellt, ist ein guter Beginn. Und immer wieder flexibel zu sein, unter allen Aspekten der Sicherheit und des Sicherheitsbedürfnisses des Kindes. 

Und wenn wir nun doch etwas verändern möchten?

So ist das wichtigste, den Sicherheitsrahmen des Kindes zu respektieren. Das bedeutet manchmal auch etwas Neues auszuprobieren, um dies herauszufinden. 
 Es ist wichtig, dass alle Familienmitglieder zu ausreichend erholsamen Schlaf kommen.



Zeitumstellung Sommer auf Winter

Zeitumstellung Sommer auf Winter

In der Nacht von Samstag 28.10 auf Sonntag 29.10 werden die Uhren 
von 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgedreht

Ich zeige Dir hier 3 Möglichkeiten und möchte Dir gleichzeitig die Unsicherheit nehmen, welche eine Zeitumstellung mit sich bringen kann, vor allem dann, wenn das Thema Schlaf eine kleinere oder größere Herausforderung ist.

1.)

Vorbereitung mit einer Woche Vorlaufzeit
Beginnend mit So. 22.10

Jeden Tag, jedes Schläfchen 15 Minuten später.

Beispielzeiten: 
7 Uhr Aufwachen / 10 Uhr 1. Schläfchen / 14 Uhr 2. Schläfchen / 19 Uhr Nachtschlaf

So und Mo. 10:15 / 14:15 / 19:15

Di. und Mi. 10:30 / 14:30 / 19:30

Do. und Fr. 10:45 / 14:45 / 19:45

Sa.  11:00 / 15:00 / 20:00

Am Sonntag sind die Zeiten wieder so wie vor einer Woche, gemäß neuer Zeit.

Für Kinder, welche nicht so sensibel auf Zeiten reagieren oder ältere Kinder, können auch größere Zeitabstände mit weniger Tagen gut passen.

2.)

Warten und danach Zeiten verschieben.
Dein Kind wird wahrscheinlich um dieselbe Uhrzeit aufwachen wie sonst auch, nur ist es nach der Zeitumstellung eine Stunde früher, daher wird Dein Kind wahrscheinlich auch das erste Schläfchen früher machen wollen.
In 15 Minuten Zeitabständen werden die Schläfchen verschoben, bis zum Schluss die gewohnten Zeiten wieder passen.

So. und Mo. 9:15 / 13:15 / 18:15
Di. und Mi. 9:30 /  13:30 / 18:30
Do. und Fr 9:45 / 13:45 / 18:45
Sa. 10:00 / 14:00 / 19:00

Auch hier können größere Zeitabstände auf weniger Tage verteilt gut passen. Besonders für Kinder, welche nicht so sensibel auf Zeiten reagieren oder für ältere Kinder, welche gut mit größeren Abständen zurechtkommen.

3.)

Nichts tun!

Wenn Dir die Zeiten so besser in den Alltag passen, können die Zeiten einfach beibehalten werden. Die Äußere Uhr wird zwar umgestellt, Dein Kind kann jedoch seine innere Uhr behalten.

Nichts tun kannst Du auch, wenn Dein Kind sehr gut mit der Zeitumstellung zurechtkommt oder auch, wenn ihr im Moment sowieso mit dem Rhythmus struggelt. Wenn sich vielleicht gerade die Schläfchen Deines Kindes umstellen, wäre es auch gar nicht möglich, täglich die Zeiten anzupassen, weil sie unterschiedlich und oft nicht vorhersehbar sind ;-)

Das kannst Du auf jeden Fall tun:

Licht beeinflusst den Tag / Nacht Rhythmus am meisten, also nutze dieses Wissen. 

Was wir in der Zeit der Winterzeit-Umstellung brauchen, sind dunkle Morgen und helle Abende. 

Viel Zeit im Freien verbringen, hilft generell für einen guten Schlaf. 

Essenszeiten auch mit anpassen. 

Schlafzimmer abdunkeln, dass KEIN Tageslicht in der Früh von draußen hereinkommt. Tageslicht, auch wenn es nicht viel ist, signalisiert dem Körper (Aufstehzeit!!!). 

Bei "zu frühem" Aufwachen im dunklen Zimmer bleiben, solange es geht. Frühstück nicht vor 6 Uhr (oder die Uhrzeit, welche für Dich eine akzeptable Aufwachzeit ist).

Sorge für Licht am Abend während der Zeitumstellung, bis die neue Uhrzeit erreicht ist. Also mache es erst Richtung Bettgeh-Routine dunkler und zum Einschlafen natürlich so, wie es Dein Kind kennt. Dunkelheit fördert das Bilden von Melatonin (Schlafhormon).


Gute Zeitumstellung und wenn es nach mir gehen würde, hätte ich die Zeitumstellung schon längst abgeschafft ;-) !!!!