Heiß, heißer, Sommer mit Baby - Ideen für die heißen Sommertage und wertvolle Tipps.
Der Sommer zeigt sich nun vermehrt und die Temperaturen sind schon weit über die 30iger Grenze gestiegen.
Wir verbringen einen Großteil des Sommers an kühleren Orten, weil die Sommertage und Nächte in Wien enorm warm sind. Die Stadt heizt sich stark auf am Tag und am Abend kaum ab.
Einen Sommer lang waren wir in Irland - sehr empfehlenswert, wer es kühler mag und die Natur liebt. In diesem Sommer werden wir Dänemark erkunden und in meiner Schweizer Heimat nahe den Bergen und Seen sein.
Die Hitze macht etwas mit unserem Körper und unserer Psyche. Viele Menschen sind gereizter. Kommt dann noch Schlafmangel dazu ... Wir wissen alle, dass besonders diese Tage dann nicht so leicht sind.
Tipps, für heiße Sommertage:
- Lüften in der früh, sehr früh, je nachdem wann es am kühlsten ist. Und danach sofort Fenster, Türen, Rolladen, Jalousien zu machen, dass die Hitze so gut es geht draußen bleibt.
- Spaziergänge so legen, dass sie entweder morgens oder abends stattfinden.
- Spülmaschine vor dem Schlafen gehen oder in der Früh laufen lassen und/oder erst abkühlen lassen, bevor sie geöffnet wird (Wärme und Feuchtigkeit bleiben großteils in der Maschine und gelangen somit nicht geballt in den Wohnraum)
- Eine Klimaanlage oder eine mobile Klimaanlage in Betracht ziehen. Bei mobilen Geräten kann der "Rüssel" aus dem Fenster gehängt werden und von einem in einen anderen Raum geschoben werden. (Wer in Wien eine fest installierte Klimaanlage benötigt, gerne melden, ich gebe gerne einen seriösen Kontakt weiter)
Wenn es noch nicht so warm ist und in der Früh gut gelüftet werden kann, stellen wir kleine Ventilatoren vor die Fenster in den Raum blasend und lassen einmal die ganze Wohnung durchziehen.
Ventilatoren nur indirekt verwenden (nicht direkt aufs Baby richten). Ventilatoren können sogar durch das Geräusch eine beruhigende Wirkung haben und den Schlaf verbessern. Probiere es aus.
- Visuell Abkühlen. Blautöne oder Bilder von Eis und Schnee, könnten wirken. Oder Eis-Pinguine im Zoo anschauen oder eine Reportage über die Antarktis.
- Genügend Flüssigkeit (Stillkinder wollen oft häufiger und kürzer Trinken) Kein zusätzliches Wasser bei Babys, welche noch keine Beikost zu sich nehmen!!!
- NIEMALS, auch nicht kurz: Tiere, Kinder oder elektronische Geräte im Auto lassen. Im Auto heizt sich alles sooo schnell auf.
- Kühles Wasser über die Handgelenke rinnen lassen und der Haaransatz nass machen mit kühlem Wasser. Zum Beispiel mehrmals täglich und vor dem Schlafengehen.
- Mütze nass machen und anziehen.
- Gel-Kühlpads aus dem Kühlschrank in einen Kissenbezug reingeben und mit ins Bett nehmen. Kann auch in Kinderwagen mit dazu gelegt werden. (Achtung: Beachte die Sicherheit zum sicheren Babyschlaf!!)
- Obst und Gemüse wie z.B Melonen und Gurken haben einen hohen Flüssigkeitsgehalt.
- Obst wie z.B Mango, Heidelbeeren ins Tiefgefrierfach und kühl naschen (Achtung bei Kindern wegen dem Verschlucken). Selbstgemachtes Eis: Obst pürieren und mit Joghurt mischen, in Eisform geben und einfrieren.
- Locker sitzende und weite Kleidung, ermöglicht Luftzirkulation und verhindert Hitzestaus. Leinen eignet sich super, weil sie leicht und atmungsaktiv ist.
Tipps für Unternehmungen und Abkühlung in der Elternzeit bei großer Stadthitze:
- Wenn ein Waldstück vorhanden ist oder eine schattige Parkanlage, wäre ein Ausflug dahin eine Idee.
- Wasserspielplätze
- Museen und Einkaufszentren sind oft klimatisiert
- Indoor Spielgruppen, Spielecafés
- U-Bahn Tour - sind meist klimatisiert
- Vielleicht habt ihr einen Fluss zum Abkühlen in der Nähe oder Schwimmbäder.
- Ein kleines Planschbecken eignet sich als Abkühlungsmöglichkeit, oder auch die Badewanne mit kühlerem Wasser. Oder eine kühle Dusche oder ein Fußbad für zwischendurch.
- Treffen bei FreundInnen, welche eine eingebaute Klimaanlage haben ;-)
Wie erkenne ich, ob es meinem Baby zu warm ist?
Der "Nacken-Test" ist die beste und einfachste Methode, um zu überprüfen, ob es Deinem Baby zu warm oder zu kalt ist.
Du fühlst im Nacken Deines Babys mit deiner Hand:
- Warm und trocken? = Alles gut.
- Kalt? = Deinem Baby ist es zu kalt - Kleidung anpassen
- Feucht oder heiß? = Deinem Baby ist zu warm - Kleidung reduzieren, in den Schatten gehen, Tragepause machen, Trinken anbieten ...
Hände und Füße dürfen sich kühl anfühlen. Das ist normal bei den Kleinen.
Soll ich meinem Baby, das noch nicht mit Beikost gestartet hat, zusätzlich Wasser anbieten?
Nein, gesunde Babys, die noch nicht im Beikostalter sind und ausschließlich gestillt oder/und mit Säuglingsnahrung (Pre-Nahrung) ernährt werden, benötigen kein zusätzliches Wasser, auch nicht in heißem Klima.
Warum ist das so?
Bei gestillten Babys:
- Muttermilch besteht zu ca. 88-90 % aus Wasser - sie stillt sowohl den Durst als auch den Hunger und dient zur Temperaturregelung.
- Babys stillen an heißen Tagen häufig öfter und kürzer - das ist ganz normal und dient der Flüssigkeitsaufnahme.
- Zusätzliches Wasser kann sogar nachteilig sein, weil:
- es den Magen füllt und die Milchaufnahme reduziert,
- die Nieren von jungen Säuglingen noch nicht ausgereift sind,
- in sehr seltenen Fällen eine Wasservergiftung drohen kann, wenn zu viel Wasser gegeben wird.
Vollgestillte Babys benötigen auch bei großer Hitze kein zusätzliches Wasser, keinen Tee und keine anderen Flüssigkeiten. Muttermilch passt sich den Bedürfnissen eures Babys an und versorgt es mit ausreichend Flüssigkeit.
An heißen Tagen kann das durchaus bedeuten, dass euer Baby um einiges öfters trinken möchte. Diese häufigeren, oft kürzeren Stillmahlzeiten helfen eurem Baby dabei, seinen Flüssigkeitshaushalt gut zu regulieren.
Bei Babys und Kindern, die nicht mehr voll gestillt werden (ab Beikoststart), bleibt Muttermilch ebenfalls ein wertvoller Durstlöscher. Zusätzlich könnt ihr Wasser oder andere ungesüßte Getränke anbieten.
Mein Tipp: Getränke möglichst aus einem Becher oder einer geeigneten Trinkflasche anbieten. In die Flasche bzw. den Schoppen gehören weder Saft noch Tee oder Wasser. Durch das Saugen trinken Kinder häufig mehr, als sie eigentlich benötigen, da dabei nicht nur der Durst, sondern auch ein Saugbedürfnis gestillt wird.
Pre-ernährte Babys: Statt Wasser zu geben (erst ab Beikoststart), kann die Pre-Nahrung bei Bedarf häufiger angeboten werden. Viele Babys trinken bei Hitze kleinere Mengen, dafür öfter. Das Verhältnis Pulver-Wasser sollte immer so zubereitet werden, wie es der Hersteller angibt.
In Krankheitsfällen kann der Flüssigkeitsbedarf steigen - hier bitte unbedingt Rücksprache mit Deiner Kinderärztin halten.
Ich wünsche Dir und Deiner Familie tolle und erfrischende Sommermomente.
Und denk daran: Cool bleiben! Im wahrsten Sinne des Wortes.
Deine Carmen
Die 12 Schlafwichtel-Fehler und wie du sie zauberhaft vermeidest
Adventskalender für Eltern mit Kindern von 0-3 Jahren
1. Türli / 1. Dezember
🎄
Du unterschätzt, wie stark sich Schwangerschaft und Geburt auswirken
Sie prägen das Nervensystem deines Babys entscheidend.
Wir sprechen oft über Babyschlaf, über Routinen, Einschlafbegleitung, Signale und Bedürfnisse. Doch dabei wird häufig eines vergessen:
👉 Die Grundlage dafür entsteht lange, bevor dein Baby in deinen Armen, an deiner und auf deiner Brust liegt.
Bereits in der Schwangerschaft reift das Nervensystem deines Babys und es reagiert intensiv auf das, was es erlebt.
Deine Stresshormone passieren die Plazenta. Ein dauerhaft hoher Stresspegel kann das autonome Nervensystem des Babys sensibler machen.
Deine Bewegungen, deine Stimme, dein Tagesrhythmus, all das sind frühe Regulationserfahrungen.
Die Geburt ist dann eines der prägendsten Erlebnisse:
Wie sie verläuft, ob dein Baby zwischendurch viel Stress erlebt, wie lange sie dauert oder ob Unterstützung notwendig ist und wie du begleitet wirst, all das kann das Nervensystem beeinflussen.
Ein Baby kommt nicht als „leeres Blatt“ auf die Welt.
Es bringt bereits Muster von Regulation, Wachheit, Anspannung und Beruhigung mit.
Und genau deshalb:
Manche Babys brauchen mehr Zeit, mehr Nähe oder mehr Unterstützung, um in den Schlaf zu finden.
Nicht, weil du etwas falsch machst. Nicht, weil das Baby „schlecht schläft“.
Sondern weil das Nervensystem noch dabei ist, die Welt zu sortieren.
Weil unsere Babys eigentlich alle zu früh geboren werden, sie müssen “nachreifen”.
Was du jetzt tun kannst:
- Euch als Eltern gegenseitig unterstützen und Verständnis
- Nähe schenken
- Stillen
- Tragen
- Ins Bett kuscheln
- Die Momente des Tages wo dein Baby gut drauf ist für Bindungsmomente zu nutzen
- Tempo rausnehmen & in die Akzeptanz gehen (im Moment ist das so und es verändert sich mit der Zeit)
- Reizumgebung anpassen
- Dein Baby kann sich durch dich regulieren (deinen Atmen, Körperkontakt, Stimme, Stillen)
- Realistische Erwartungen
- Um Hilfe bitten und Hilfe annehmen
- Professionelle Hilfe (Emotionelle Erste Hilfe, Frühe Hilfen, Schreiambulanzen, Hebammen, Stillberaterinnen, Familienzentrum …)
Und vielleicht gelingt es dir, ich wünsche es dir. Auch diese ersten Momente in dich aufzunehmen und zu genießen. (Ich konnte das erst beim 2. Kind 🥹)
Dein Baby lernt jeden Tag und wächst in eine innere Sicherheit hinein, die du maßgeblich mitgestaltest. Urvertrauen wächst.
Du musst nicht stark sein!
Du darfst dir diese Zeit nehmen! (um dein Baby kennenzulernen, um ganz viel zu kuscheln, um Geburtsverletzungen zu heilen, um Kraft zu finden, um den Haushalt zu schmeißen, um Besuch zu empfangen, um zu realisieren, um zu weinen, um zu lachen …)
Es wird nie wieder so sein wie vorher! Doch es wird sich verändern, auch wieder leichter werden, wenn es das gerade nicht ist.
Du darfst deine Geburt anschauen, wie sie tatsächlich für dich war. Trau dich.
Du darfst gut zu dir schauen, dich umsorgen lassen, DU HAST EIN WUNDER VOLLBRACHT ❤️
2. Türli / 2. Dezember
🎄
"NIMM DIR ZEIT FÜR DICH 🫶 "
Nicht als weiteres To'do, sondern um immer mal wieder Kraft zu sammeln.
Es muss auch nicht gleich ein ganzes Wochenende sein. Wenn wir Eltern werden, verändert sich auch unsere "ME-Time".
Früher war das vielleicht eben noch das Wochenende. Auf jeden Fall kommenden diese Wochenenden auch wieder zurück, oder du organisierst sie dir dann.
Doch bevor du überhaupt darüber nachdenken kannst, wo du deine Inseln im Alltag einbauen kannst, ist eine Sache noch viel wichtiger.
(WAS) mache ich in dieser Zeit, dass sie mir auch Kraft schenkt?
Als ich nach Monaten das erste Mal aufstehen konnte, ohne dass mein Kind gleich aufwachte, habe ich mich im Nachhinein so geärgert, denn statt etwas zu tun, das mir wirklich Kraft schenkt, habe ich automatisch angefangen aufzuräumen. Und ehe ich mich versah, war diese wertvolle Zeit schon wieder vorbei.
Und was ich lange dachte und erst lernen durfte ⤵️
Dass ich auch MIT Kind Kraft tanken kann 🫶
3. Türli / 3. Dezember
🎄
Du hörst nicht mehr auf deine Intuition und dein Herz
Stattdessen vertraust du auf
Ratgeber und/oder du handelst nach deinen Prägungen.
Manchmal sind Glaubenssätze so so stark. Manchmal merkst du es und manchmal sind da welche unbewusst am Werk.
Viele Eltern kennen diesen Moment:
Du spürst innerlich, was dein Baby jetzt braucht.
Und trotzdem handelst du anders.
Nicht, weil du es nicht kannst.
Sondern weil so viel in dir wirkt.
Warum wir unsere Intuition manchmal nicht mehr hören?
⤵️
Reizüberflutung und Informationsmenge
Nie zuvor hatten Eltern Zugang zu so vielen Tipps, Meinungen, Must-haves,
Schlafplänen und „So muss man es machen“-Ratschlägen.
Dein Nervensystem kommt kaum zur Ruhe und Intuition braucht Ruhe.
Alte Prägungen werden in der Elternschaft besonders laut. Dein eigenes Bindungs- und Stresserleben aus deiner Kindheit spielt jetzt eine große Rolle.
Dein Körper erinnert sich:
Was hat Sicherheit bedeutet?
Was war erlaubt?
Wie war es richtig?
Was wurde als „richtiges Verhalten“ bewertet?
Solche Glaubenssätze steuern unbewusst dein Handeln.
Manche kennst du, manche wirken im Hintergrund.
„Ich darf mein Baby nicht verwöhnen.“
„Ich muss konsequent sein.“
„Nähe macht abhängig.“
„Ich darf nicht schwach wirken.“
“Das Kind darf auf keinen Fall in die Übermüdung kommen.”
„Ich muss funktionieren.“
“Ich muss da durch.”
"Grenzen sind schlecht."
“Ich muss damit alleine klarkommen.”
Solche Glaubenssätze sind oft so tief verankert, dass sie stärker sind als das eigene Bauchgefühl.
⭐ Warum das so wichtig ist:
Dein Baby spürt nicht deine Theorie.
Es spürt dich: deine Stimmung, deine Anspannung, deine Wärme, deinen Blick, dein Tempo.
Und dein Herz, deine Neugierde, weiß viel mehr über dein Kind, als es jeder Ratgeber je könnte.
Was dir hilft, wieder klarer bei dir zu sein:
⤵️
Pausen zwischen Reiz und Reaktion. Eine kurze Atempause kann den Unterschied machen.
Reflektiere:
„Kommt das von mir oder von wo?”
“Ist das wirklich so?”
Das schafft Bewusstsein.
- Weniger Input, mehr Verbindung
- Ratgeber sind Tools, keine Regeln.
Mein Learning mit zwei Kindern und vier Jahre Begleitung von Eltern (Wie oft passen Empfehlungen einfach nicht zum Kind oder der Familie)
Du als Mama/Papa lernst mit deinem Kind, Schritt für Schritt. Dein Kind entwickelt sich weiter und du auch.
Es ist okay, Fehler zu machen, das macht dich nicht zu einem schlechteren Elternteil.
Gerade haben wir eine Zeit der Veränderung. Viele Eltern möchten es nicht so machen, wie es die eigenen Eltern gemacht haben. Es gibt viele “Anleitungen”, so ist es “richtig”. Doch wie kann es für mich als Mama/Papa gehen?
Du findest deinen Weg und auf diesem Weg wirst du merken, dass du es nur für dich und euch richtig machen kannst.
Und dieser Weg kann sich näher zu dir führen 🫶
So viel können wir Eltern doch gar nicht falsch oder gar kaputt machen, oder?
4. Türli / 4. Dezember
🎄
"LACHE, LIEBE, LEBE 🫶 "
Wann hast du das letzte mal so richtig gelacht?
Wann hast du das letzte mal so richtig geliebt?
Wann hast du das letzte mal so richtig das LEBEN gespürt?
5 Türli / 5. Dezember
🎄
Wenn die Schlafumgebung nicht passt
Warum eine passende Umgebung essentiell ist und wie man sie optimiert.
Ein erholsamer Schlaf ist für Babys und Kleinkinder entscheidend. Für Wachstum, Gehirnentwicklung, Emotionsregulation und Immunsystem. Neben biologischen Faktoren spielt die Schlafumgebung eine zentrale Rolle. Ist diese ungünstig (z. B. zu hell, zu laut, zu viele Reize etc.), fällt es Kindern oft schwer, zur Ruhe zu kommen.
Viele Schlafprobleme sind nicht auf „schlechtes Schlafen“ des Kindes zurückzuführen, sondern auf eine nicht altersgerechte Umgebung.
Warum Babys und Kleinkinder sensibel auf die Umgebung reagieren?
Babys und junge Kinder haben ein unreifes Nervensystem. Reize wie Licht, Geräusche oder visuelle Eindrücke werden viel intensiver verarbeitet als bei Erwachsenen.
Das Gehirn befindet sich in einem Zustand hoher Plastizität.
Reize werden nicht gut gefiltert.
Überstimulation führt schnell zu Stress, der das Einschlafen erschwert.
Schlafzyklen sind noch kurz und leicht störbar.
Deshalb reagieren Kinder empfindlich auf jede Form von „Unruhe“ im Umfeld.
1. Zu hell oder zu dunkel? Wenn Licht den Schlaf stört.
Warum Licht problematisch ist:
Licht signalisiert dem Gehirn: „Wach bleiben“.
Besonders Blaulicht (von Straßenlampen, Displays, Nachtlichtern oder dem oft viel zu grellen Badezimmer Licht) hemmt die Produktion von Melatonin, dem Schlafhormon.
Typische Anzeichen:
Schwierigkeiten beim Einschlafen
Häufiges Erwachen
Sehr frühes Aufwachen
Unruhe in der Nacht
Meine Empfehlungen (bitte schaue, was für dein Kind passt, vielleicht mag es etwas ganz anderes ;-)
Raum tagsüber abdunkeln für die Tagesschläfchen (Wenn noch kein wirklicher Tag-Nacht-Rhythmus da ist, ist das noch nicht relevant und kann sogar das Gegenteil bewirken). Dunkelheit nimmt die visuellen Reize und kann dann Hilfreich sein, wenn Kinder auf alles, was sie sehen, reagieren.
Nachts: keine bunten und zu hellen LED- oder Projektions Lichter. Keine Disco ;-)
Sanftes, warmes Nachtlicht, wenn unbedingt notwendig (z. B. für die Eltern)
Oder im Kleinkindalter, wenn es dem Kind Sicherheit vermittelt.
Viel Tageslicht: Rausgehen, am Vormittag und Mittag ist es am hellsten. Auch wenn der Tag nicht so hell ist im Winter, draußen bekommt man um ein Vielfaches mehr Lichteinfall als drinnen.
☀ Tageslicht draußen im Winter
- Bewölkter Wintertag: ca. 1.000–5.000 Lux
- Heller, aber nicht sonniger Wintertag: ca. 5.000–10.000 Lux
- Direkte Sonne im Winter: bis zu 30.000–50.000 Lux
💡 Drinnen in der Wohnung
- Normale Wohnräume: meist nur 100–300 Lux
- Gut ausgeleuchteter Arbeitsplatz: 300–500 Lux
- Sehr helle Beleuchtung: ca. 800–1.000 Lux
2. Zu laut oder zu leise? Geräusche als unbewusste Stressoren oder als sicherheitsvermittelnde Atmosphäre.
Warum Lärm so störend ist:
Babys verbringen einen großen Teil ihrer Schlafzeit im leichten Schlaf. Plötzliche Geräusche können leicht zu Mikro-Aufwachern führen oder in leichten Schlafphasen ganz wecken.
Störquellen
Straßenlärm
Gespräche, TV
Türen, Schritte im Flur
Haustiere
(Neugeborene betrifft das oft noch nicht, ab dem 3-4 Monat merken viele Eltern doch unterschiede)
Meine Empfehlungen (bitte schaue, was für dein Kind passt, vielleicht mag es etwas ganz anderes ;-)
White Noise oder konstante Hintergrundgeräusche (z. B. Ventilator, Meeresrauschen … ) können unvorhersehbare Geräusche „überdecken“.
(Spühlmaschine laufen lassen, leises Radio im Hintergrund, Mama/Papa telefonieren …) kann ein Sicherheitsgefühl vermitteln.
Teppiche, Vorhänge und Möbel dämpfen Schall
Lautes Spiel oder TV in Schlafnähe vermeiden
Fenster ggf. schließen während Hauptschlafzeiten
Klingel ausschalten
3. Zu viele visuelle Reize, Überstimulation im Schlafzimmer
Das Kinderzimmer ist oft bunt und voller Spielzeug. Tagsüber wunderbar, nachts jedoch kontraproduktiv.
Warum visuelle Reize Schlaf verhindern:
Babys und Kleinkinder sind neugierig. Farben, Muster, Spielsachen oder bunte Lichter führen zu kognitiver Aktivierung.
Das Gehirn bleibt im Lernmodus.
Stresshormone wie Cortisol sinken nicht.
Einschlafen dauert länger.
Kinder „finden nicht zur Ruhe“.
Typische Reizquellen:
Bunte Mobiles über dem Bett
Wandtattoos oder farbintensive Tapeten
Offensichtliche Spielzeugregale
Leuchtsterne oder LED-Projektionen
Meine Empfehlungen (bitte schaue, was für dein Kind und dich passt, vielleicht mögt ihr etwas ganz anderes ;-)
- Schlafzimmer möglichst reizarm und schlicht gestalten, trotzdem gemütlich und heimelig
- Spielsachen sichtbar reduzieren (z. B. Kisten verwenden)
- Farben in warmen, beruhigenden Tönen (Beige, Pastell, Natur)
- Bettumgebung sehr minimalistisch halten
Weitere wichtige Umgebungseinflüsse:
Temperatur (optimal 18–20 °C)
Zu warme oder zu kalte Räume können den Schlaf stören. Babys reagieren darauf extrem sensibel.
Gleichzeitig kann das manchmal nicht großartig verändert werden, zum Beispiel bei heißen Sommertagen.
Gerüche und Luftqualität
Eine schlechte Luftqualität verhindert tiefen Schlaf.
→ Regelmäßig lüften, natürliche Materialien bevorzugen.
Schlafplatz-Komfort
Feste, sichere, nicht zu weiche Matratze
Keine Kissen im 1. Lebensjahr
Schlafsack (Auf natürliche Stoffe achten) statt Decke
Keine Bett Zwischenräume, keine Bänder, Schnüre, Schnullerketten, wo sich das Baby verfangen könnte
(Empfehlungen zum sicheren Bettteilen sende ich gerne als PDF auf Nachfrage zu)
Wie sich eine optimierte Schlafumgebung auswirkt:
Wenn die Umgebung passt, sieht man oft eine deutliche Veränderung:
schnelleres Einschlafen
längere Schlafphasen
weniger nächtliches Erwachen
ausgeglicheneres Verhalten am Tag
weniger Reizbarkeit
stabilere Schlafroutine
Viele Eltern stellen fest:
Mit der richtigen Schlafumgebung braucht das Kind weniger „Schlafhilfen“.
Die Eltern schlafen tiefer, wenn sie wissen, dass sie alles dafür getan haben, dass das Baby sicher schläft.
-----------
Fazit
Eine passende Schlafumgebung ist eine wichtige, aber auch eher unterschätzter Faktor für guten Baby- und Kleinkindschlaf. Helligkeit, Geräusche und visuelle Reize wirken oft stärker als gedacht und können Schlafprobleme auslösen oder verstärken.
Die Grundregeln lauten:
dunkel
ruhig bzw. konstant unaufdringliche Geräuschkulisse
reizarm
angenehm temperiert
sicher und schlicht
Kinder schlafen nicht „schlecht“, weil sie es wollen, sondern oft, weil ihre Umgebung nicht zu ihren biologischen Bedürfnissen passt.
Auch du als Mama/Papa darfst dich wohlfühlen, wenn du dich wohlfühlst, färbt das direkt auf dein Kind ab (Spiegelneuronen).
Kinder nehmen ihre Umwelt mit ALLEN Sinnen wahr.
6 Türli / 6. Dezember
🎄
Schönen Nikolo 🎅 ❄ 🦌
7 Türli / 7. Dezember
🎄
Schlaf wird oft nicht so schnell von allein besser, aber die Ursache zeigt sich, wenn du hinschaust
Und dann darfst du mit allen Informationen die du hast, eine Entscheidung treffen.
➡️ Manchmal bedeutet das, noch etwas zu warten.
➡️ Manchmal bedeutet das, so schnell wie möglich etwas zu verändern.
Viele Eltern hoffen monatelang, dass der Schlaf sich „von selbst einpendelt".
Doch Entwicklung braucht Zeit und Rahmenbedingungen, die stimmen.
Das bedeutet:
Wenn ein Baby oder Kleinkind schlecht schläft
(meine Definition ist: über einen längeren Zeitraum 6,7,8,9,10 + mal wach oder eine lange Einschlafdauer, welche fast täglich über 30 Min. dauert),
steckt fast immer mehr dahinter als „Das ist eben so.“
Schlaf ist ein Zusammenspiel aus Bedürfnissen, Bindung, Rhythmus, Reife und Umgebung.
Aus Sicht der Schlafwissenschaft, Entwicklungspsychologie und Bindungsforschung:
Die Fähigkeit, Schlafdruck aufzubauen und Stress zu regulieren, hängt von der Reifung des autonomen Nervensystems ab.
Babys und Kleinkinder können diesen Prozess nicht vollständig allein steuern, sie benötigen feinfühlige Co-Regulation und stabile Rahmenbedingungen.
Verhaltensmuster stabilisieren sich über Wiederholung.
Neurobiologisch wird Verhalten über synaptische Bahnen gefestigt.
Ungünstige Schlafmuster (z. B. zu späte Bettzeiten, dauerhafte Übermüdung, unklare Übergänge) werden mit der Zeit automatisiert, wenn keine Korrektur erfolgt.
Dysregulation zeigt sich häufig im Schlaf.
Schlaf ist ein Biomarker für Stress und Reifeprozesse.
Wiederholte Einschlafkämpfe, extremes nächtliches Aufwachen oder Schwierigkeiten beim Herunterfahren sind oft Anzeichen für:
➡️ eine ungünstige Verteilung zwischen Müdigkeit und Wachzeit
➡️ fehlende Erwartungssicherheit
➡️ unausgewogene Tagesrhythmen und unpassende Rahmenbedingungen
➡️ hohe cortisol basierte Aktivierung durch Übermüdung
➡️ oder Schwierigkeiten in der Selbst- und Co-Regulation.
„Warten“ verschiebt das Problem oft noch lange
Kinder lernen über kontinuierliche, vorhersagbare Erfahrungen.
Fehlen diese (z.B. wechselnde Abläufe, inkonsistente Signale), verstärken sich Schlafprobleme meist, weil dem Kind die Stabilität für neuronale Integration fehlt.
Ein Infogespräch kann dir Klarheit zu eurer Situation geben. Wenn dir das weiterhelfen würde, trage dich gerne im Link unten dafür ein.
Schönen 2. Advent 🕯️ 🕯️
Deine Carmen
8 Türli / 8. Dezember
🎄
„Alles wird gut.“
💛
Nicht, weil sich das Leben von allein sortiert.
Sondern weil du vertraust.
Weil du im Rahmen deiner Möglichkeiten handelst.
Weil du dort wirkst, wo du wirklich etwas bewirken kannst.
Es ist leicht, sich in Sorgen zu verlieren, besonders als Mama/Papa, wenn so vieles unplanbar und emotional ist.
Aber genau hier entsteht das, was uns trägt:
🌟 Vertrauen in den Prozess.
Langsamkeit & Achtsamkeit
Mut zum nächsten kleinen Schritt
Klarheit darüber, was in deinem eigenen Wirkungskreis liegt und was nicht
Du musst nicht alles lösen
Du musst nicht alles kontrollieren
Du musst nicht alles vorhersehen
Aber du kannst immer etwas Kleines tun:
- Atmen.
- Einen Gedanken neu sortieren.
- Eine Entscheidung treffen.
- Hilfe annehmen.
- Im Jetzt sein.
- Wahrnehmen, was ist.
“Alles wird gut.”
Weil wir Tag für Tag UNSER bestes geben
Weil wahrscheinlich keine/r aufsteht und sich denkt, heute verkacke ich es absichtlich mal so richtig ;-)
9 Türli / 9. Dezember
🎄
Warum „alleine Einschlafen“ oft das Gegenteil bewirkt
Du denkst, wenn dein Baby endlich alleine einschlafen würde, wäre alles leichter. Die Nächte wären ruhiger. Der Schlaf wäre tiefer.
Doch oft passiert genau das Gegenteil.
Warum?
Weil Druck niemals Sicherheit schafft.
Schlaf entsteht nur dort, wo Sicherheit ist.
Wenn du dir selbst sagst: „Wir müssen das jetzt üben. Es sollte doch funktionieren. Andere schaffen das auch …“, dann steigt die Anspannung.
Deine Anspannung spürt dein Kind.
Und die deines Kindes spürst wiederum du.
Es entsteht ein Kreislauf aus Stress, Tränen und dem Gefühl, zu scheitern.
➡️ Schlaf wird dadurch nicht leichter, sondern schwieriger.
Kinder schlafen, weil sie sich getragen, gehalten, reguliert und sicher fühlen. Und bis sie sich das selbst geben können, brauchen sie ihre Lieblingsmenschen 🫶
Und genau deshalb funktioniert Co-Regulation: Wenn du dich selbst spürst, deinen Atem beruhigst, präsent bist und die Situation annimmst, entsteht echte Sicherheit.
Nicht das „Alleine-Einschlafen“ verbessert den Schlaf.
Oder kennst du einen Erwachsenen, der nur durchschlafen kann, wenn er alleine einschläft ?
Aber es macht einen Unterschied, wer daneben liegt, oder?
Dein Kind braucht dich.
Je jünger, je körperlich näher.
Du darfst den Weg wählen, der sich für euch gut anfühlt, ohne Druck, ohne Vergleiche, ohne Zwang.
10 Türli / 10. Dezember
🎄
Manchmal reicht schon ein Blick auf dieses kleine Schutzengel-Herz, um uns daran zu erinnern, dass wir das alles nicht alleine schaffen müssen.
Auch an den Tagen, an denen du müde bist, unsicher oder wenn alles zu viel wird, machst du einen unglaublichen Job.
Dein Kind spürt deine Liebe in jedem kleinen Moment.
Im Alltag ist das nicht immer leicht, diese Momente zu sehen.
Und vielleicht bist du selbst der wahre Schutzengel deines Kindes.
🫶
Mein Schutzengel trage ich in meinem Herzen ❤️
11 Türli / 11. Dezember 🎄
Du tust alles, um die Symptome wegzumachen, anstatt die Ursache zu sehen.
Wir wollen schnell beruhigen, ablenken und optimieren.
Wir wiegen, wippen auf dem Pezziball, füttern, schieben den Kinderwagen noch schneller, aber oft spürt das Kind: „Du willst, dass es schnell anders wird, aber du bist nicht wirklich bei mir.“
Als Mama eines "Schreibabys" habe ich nur noch funktioniert und reagiert. Überlebt.
Das Weinen ist dann echt schwer auszuhalten und gut zu begleiten.
Ein Beispiel aus der Partnerschaft:
Du sagst: „Heute war alles zu viel. Ich bin komplett am Ende.“
Und dein Partner antwortet: „Ach, komm, wird schon.“
Oder: „Denk positiv.“
Oder er bringt dir einen Keks, Tee, Kaffee etc.
Das ist zwar gut gemeint, aber du fühlst dich trotzdem allein.
Weil er versucht, dein Gefühl wegzumachen, statt es mit dir auszuhalten.
Es fehlt nicht an Liebe.
Es fehlt an Präsenz.
Und genau das passiert auch beim Babyschlaf:
Wenn ein Baby weint, versuchen viele Eltern sofort, das „Symptom“ zu beenden: Sie wollen das Baby schnell beruhigen, ablenken oder mit bestimmten Mustern lenken.
Doch Babys brauchen, wie wir Erwachsenen, zuerst jemanden, der mit dem Gefühl bleibt, statt dagegen anzukämpfen.
Oft fällt das Einschlafen leichter, wenn das Kind spürt: „Du bist bei mir. Du hältst mich aus. Ich bin sicher.“
Am Ende ist es nicht die perfekte Technik und keine Methode.
Es ist Verbindung 🫶
12 Türli / 12. Dezember 🎄
Manchmal brauchen wir nur einen kleinen Glücksbringer, um uns daran zu erinnern, dass das Leben gerade Rückenwind schenkt.
🍀
13 Türli / 13. Dezember 🎄
Störende Kleidung beim Schlafen ist ein oft unterschätzter Grund für unruhige Nächte.
Hinter unruhigem Schlaf steckt manchmal etwas ganz Einfaches.
Die Kleidung fühlt sich für dein Baby nicht gut an.
Babys können nicht sagen: „Der Body zwickt“ oder „Mir ist zu warm“.
Sie zeigen es durch:
➡️ häufiges Aufwachen
➡️ Unruhe beim Einschlafen
➡️ Strampeln
➡️ Weinen, sobald sie hingelegt werden.
Warum Kleidung den Schlaf beeinflussen kann:
Babys haben ein feineres Nervensystem als Erwachsene.
Reize, die wir kaum wahrnehmen, können bei ihnen starke Unruhe auslösen.
Dazu gehören Nähte, Etiketten oder Bündchen, die drücken oder scheuern.
- Wärmeentwicklung
- Stoffe, die sich steif oder kratzig anfühlen
- Bewegungseinschränkung, wenn etwas zu eng sitzt
- Nicht gut sitzende Socken
...
Diese Reize führen dazu, dass ihr Körper immer wieder in einen leichten „Alarmmodus“ rutscht.
Warum manche Babys stärker darauf reagieren?
Nicht alle Kinder reagieren gleich.
1. Hochsensibilität/sensibles Nervensystem
Einige Babys nehmen Reize intensiver wahr.
Sie reagieren schneller auf Temperatur, Stoffe, Druckpunkte oder Geräusche.
Was für ein anderes Baby „kaum spürbar“ ist, kann für sie viel zu viel sein.
2. Das Nervensystem von Babys filtert Reize noch nicht gut.
Ein kratzender Strampler kann deshalb stark empfunden werden.
Ein Schlafsack welcher "raschelt" kann immer wieder aufwecken.
3. Frühgeburt oder sehr niedriges Geburtsgewicht
Diese Babys haben oft ein noch empfindlicheres sensorisches System und reagieren stärker auf alles, was sich unangenehm anfühlt.
4. Haut- oder Allergieneigung
Babys mit trockener, empfindlicher Haut oder Neurodermitis spüren unangenehme Stoffe und eine erhöhte Wärmeentwicklung besonders früh.
5. Schlafbiologie
Babys schlafen generell viel leichter als Erwachsene.
Schon ein kleiner Störfaktor reicht aus, um sie aus dem Leichtschlaf zu holen.
Hinweise, dass Kleidung stören könnte:
Schwitzen im Nacken
Das Kind wirkt „zappelig“ beim Einschlafen
Ruhiger Tagesschlaf, aber unruhige Nächte (wenn nachts mehr Schichten getragen werden).
Zupfen an Hals oder Schulterpartie
Aufwachen kurz nach dem Ablegen
Was kann helfen:
- Weniger Schichten
- Auf Stoffe achten
- Lieber etwas kühler als zu warm
- Weiche, atmungsaktive Stoffe (Baumwolle, Seide- Wolle-Mischungen)
- Ein gut sitzender Schlafsack (nicht zu eng, nicht zu weit)
- Nähte und Etiketten prüfen
- Regelmäßig Größe und Passform kontrollieren
Manchmal braucht es keine neue Routine.
Manchmal reicht es, wenn die Kleidung sich richtig gut anfühlt.
14 Türli / 14. Dezember 🎄
Weniger ist oft mehr.
Ein großes Herz.
Ein kleines Herz darin.
Beim Babyschlaf heißt das:
So wenig wie möglich.
So viel wie notwendig.
Nähe, die trägt.
Mehr braucht es oft nicht.
❤️
15 Türli / 15. Dezember 🎄
Du wechselst ständig die Methode, obwohl dein Kind Sicherheit durch Wiederholung und Rhythmus finden würde.
Viele Eltern probieren alles, um den Schlaf zu verbessern. Heute Tragen, morgen alleine Einschlafen, übermorgen Einschlaftraining, dann wieder Co-Sleeping.
Nicht, weil sie nicht wissen, was sie tun. Sondern weil sie müde sind. Erschöpft. Und weil sie sofortige Veränderung brauchen.
Doch genau dieser häufige Methodenwechsel führt oft zu noch mehr Unruhe.
Wenn es um Schlaf geht, gibt es keine schnelle Lösung.
Warum ist das so? Was passiert im Gehirn des Kindes?
1. Das kindliche Nervensystem lernt durch Vorhersehbarkeit
Neurobiologisch gesehen braucht ein Baby Wiederholung, um zu verstehen:
„Das hier passiert immer wieder. Also bin ich sicher. Oder unsicher.”
➜ Sicherheit entsteht nicht durch die Art der Methode, sondern durch die Konstanz.
Wenn jeden Abend etwas anderes passiert, kann das Nervensystem keine stabile Erwartung aufbauen.
Dann wird
… das Einschlafen länger dauern
… das Kind schnell frustriert
… es klammert mehr
… es braucht mehr Begleitung
2. Methoden sind weniger wichtig als die emotionale Botschaft und die Haltung
Egal ob du stillst, trägst, schaukelst oder im Bett liegst, das Nervensystem deines Kindes nimmt vor allem eine Botschaft auf:
👉 „So begleiten wir. Und das bleibt stabil.“
Wiederholung ist also keine starre Routine.
Es ist Orientierung.
Warum wechseln Eltern ständig die Methode?
Weil jede Methode kurzfristig funktioniert und dann wieder nicht.
Das ist normal.
Babyschlaf ist kein linearer Prozess.
Wenn Eltern jede Phase als „Fehler in dem was sie tun“ interpretieren, beginnen sie zu wechseln.
Es ist …
➡️ NICHT Perfektion.
➡️ NICHT Durchhalten „um jeden Preis“.
➡️ NICHT eine bestimmte Methode.
Was du als Mama/Papa daraus mitnehmen kannst:
✔ Entscheide dich für eine liebevolle Art der Begleitung, die zu dir passt.
✔ Gib der neuen Begleitung 7–14 Tage Zeit (das ist die Zeit, die das Gehirn für neue Muster braucht).
✔ Halte Situationen so vorhersehbar wie möglich.
✔ Gib deinem Kind das Gefühl: „So machen wir es. Ich bin bei dir.“
Das ist sichere Bindung.
Das ist Regulation.
Das ist Schlaf.
⤵️
Gerne begleite ich dich ein Stückchen auf eurem Weg. Schreib mir eine Nachricht (+43 664 4909668) und schildere eure Situation.
Guten Start in die neue Woche 🫶
deine Carmen
16 Türli / 16. Dezember 🎄
17 Türli / 17. Dezember 🎄
Nicht jede Hilfe fördert den Schlaf, manchmal unterbricht sie den Schlaffluss
Babys schlafen nicht wie Erwachsene. Ihr Schlaf verläuft in kürzeren Zyklen von etwa 50 bis 60 Minuten oder noch kürzer.
Zwischen diesen Zyklen kommt es ganz natürlich zu leichten Aufwachmomenten. Die Babys bewegen sich, drehen sich, machen Geräusche oder öffnen kurz die Augen.
Das ist kein Zeichen von Wachsein, sondern Teil eines gesunden Schlafprozesses.
Hilfe kann den Schlaffluss ungewollt stören, wenn sie:
- zu früh kommt
- zu spät kommt
- manchmal auch wenn sie zu intensiv ist (Hochnehmen, Licht, Wickeln, viel Bewegung)
- den Zustand des Babys stark verändert (z.B. von Halbschlaf zu voller Aktivierung)
Gute Beispiele dazu: Wickeln, Umbetten oder Ablegen im falschen Moment.
⤵️
Dann wird aus einem kurzen Übergang ein echtes Aufwachen
➡️ Hilfe wirkt am besten, wenn sie dem Entwicklungsstand, dem aktuellen Zustand und dem Ausmaß der Unruhe entspricht.
18 Türli / 18. Dezember 🎄
In der Begleitung rund um Babyschlaf, Stillen oder beim Abstillen, geht es nicht nur um Wissen oder Umsetzungsmöglichkeiten besprechen.
Es geht um euch, um Gefühle, Zweifel, Ängste und Abschied.
Ich bin auch dafür da. Zum Zuhören, Mittragen und Haltgeben.
Du musst da nicht alleine durch.
19 Türli / 19. Dezember 🎄
Warum körperliche Beschwerden bei jungen Babys den Schlaf stören
Babys schlafen nicht „schlecht“, weil sie etwas falsch gelernt haben oder du als Mama/Papa etwas falsch machst.
Sehr oft steckt etwas Körperliches dahinter, was sie sehr häufig aufwachen lässt.
In den ersten Lebensmonaten ist das Nervensystem noch unreif. Babys können Spannungen, Schmerzen oder Unwohlsein nicht ausblenden. Sie spüren alles sehr direkt. Sie spüren auch, in welcher Gefühlslage wir Eltern uns befinden.
Typische körperliche Faktoren, die den Schlaf beeinflussen können, sind:
- Hunger
- Verdauung (z.B. Luft im Bauch, unreife Darmbewegungen, Verstopfung)
- Ausscheidung
- Reflux/häufiges Aufstoßen, das besonders im Liegen unangenehm wird
- Verspannungen nach Schwangerschaft oder Geburt
- Orale Restriktionen
- Mundatmung
- Zahnen, Infekte, Ohrenschmerzen
- Wachstumsschübe, bei denen der Körper viel verarbeitet
- Hautreizungen, Kälte, Hitze oder Druck durch Kleidung oder Lage
- Übermüdung oder Überreizung, die wiederum körperliche Stressreaktionen auslöst
- Nahrungsmittelunverträglichkeiten
- Impfreaktionen
...
Ein Baby, das sich körperlich nicht wohlfühlt, kann nicht in einen ruhigen Schlaf finden, egal, wie liebevoll es begleitet wird. Es meldet sich häufiger, schläft unruhig, wacht schnell wieder auf oder braucht sehr viel Nähe.
Wichtig zu wissen: Das ist kein „schlechter Schlaf“.
👉 Das ist Kommunikation.
Deshalb lohnt es sich, beim Thema Babyschlaf immer auch den Körper mitzudenken und nicht nur auf Routinen oder Zeiten zu achten.
Wenn du das Gefühl hast, dass dein Baby schlafen will, aber nicht zur Ruhe kommen kann, darfst du hier genauer hinschauen.
Fachpersonen, welche das große-Ganze im Blick haben, die Zusammenhänge verstehen, können dir Tipps geben und dich dann, wenn notwendig, auch weiterleiten.
Denn rückblickend nach der Geburt unseres 1. Sohnes wurde einiges leider nicht erkannt.
Bei uns waren es:
Reflux
Blockaden
Wochenbettdepression
Ich habe die Erfahrung gemacht nicht ernst genommen zu werden mit meinem Anliegen.
Was sind deine Erfahrungen? Schreib mir gerne +43 664 4909668
21 Türli / 21. Dezember 🎄
Wenn dein Baby unruhig ist, könnte es dir etwas über deine eigene innere Unruhe erzählen
Ich habe selbst die Erfahrung gemacht bei meinen zwei Kindern.
Wollte ich unbedingt, dass sie schnell einschlafen, ging es lange. Habe ich mich nicht darauf fokussiert, ging es überraschenderweise problemlos.
Was ich auch oft erlebt habe; wenn ich einen Termin hatte, wurde tief und fest geschlafen. Wünschte ich mir jedoch endlich mal eine Pause zu machen, zack wach.
Vielleicht kennst du das auch?
⤵
Es ist keine einfache Erklärung für alles.
Sondern eine Einladung, genauer hinzuschauen.
Babys können sich nicht selbst regulieren (auch wenn das in manchen Eltern-Ratgebern so erklärt wird). Babys leihen sich Regulation. Unsere Regulation.
Über Atmung, Muskeltonus, Herzfrequenz, Stimme, Bewegungen. Babys nehmen das wahr, lange bevor sie Worte verstehen können. Heute wissen wir, wie eng kindliche Regulation an die emotionale Verfassung der Bezugsperson gekoppelt ist.
Stimmt also der Satz “Entspannte Eltern = entspannte Kinder ???
Das bedeutet nicht, dass jedes unruhige Baby gestresste Eltern hat. Es gibt viele andere Faktoren. Körperliche, entwicklungsbedingte, neurologische. Aber manchmal liegt ein Teil der Antwort nicht im Baby, sondern im gemeinsamen System.
Die gute Nachricht ist
⤵
Du musst nicht „perfekt ruhig“ sein.
Babys brauchen keine durchgehend ausgeglichene Bezugsperson, sie brauchen eine ehrliche, regulierte Verbindung. Auch kleine Momente des Innehaltens wirken:
- ein bewusster Atemzug
- langsameres Sprechen
- Schultern sinken lassen
- kurz wahrnehmen: Wie geht es mir gerade?
Wenn du dich regulierst, gibst du deinem Baby ein Angebot zur Regulation.
Ist das leicht? Nein.
Gelingt das sofort? Nein.
Geht es nur so? Nein.
Was könnte noch hilfreich sein? Das darfst du herausfinden.
So unterschiedlich Menschen sind, so unterschiedlich finden sie in ihre Mitte.
Uns hat dieser Plan geholfen:
Wer während der Woche mit Baby Zuhause war, darf eine Stunde am Tag Verantwortung abgeben. Raus gehen, sich in ein anderes Zimmer begeben und der andere hat die volle Verantwortung.
Am Wochenende abwechselnd jeder zwei Stunden Pause. Keine Verantwortung, das machen, was man gerade möchte.
Und wer die Nächte übernimmt, darf am Wochenende ausschlafen.
Zu Beginn sass ich da und wusste erstmal gar nicht, was ich jetzt tun möchte. Deshalb empfehle ich, sich vorab Gedanken zu machen, was man dann gerne machen möchte. Ein Bad, Sport, sich mit einer Freundin treffen, Spazieren, Lesen, Schlafen …
Es braucht Erlaubnis, Kommunikation, auch ein wenig Mut, das Wissen, dass das Kind sehr gut aufgehoben ist in dieser Zeit, Vertrauen …
Für uns war das der SOS-Plan, als es nicht mehr ging. Auf diese Auszeiten konnte ich mich verlassen und mich darauf freuen. Und so Stück für Stück wieder in meine Mitte finden.
22 Türli / 22. Dezember 🎄
„Geniesse jeden Moment“
Ein schöner Satz. Und manchmal auch ein schwerer.
Denn mit Baby geht es nicht immer um magische Augenblicke, innige Nähe und Dankbarkeit. Manchmal geht es schlicht ums Überleben.
Um Durchhalten, ums Funktionieren, ums Hoffen, dass der Tag oder die Nacht irgendwann vorbeigeht.
Und das darf sein.
Du musst nicht jeden Moment geniessen!
Es reicht, da zu sein. Müde. Überfordert. Echt.
Manche Momente sind zum Geniessen da.
Andere nur zum Überstehen.
Beide gehören zum Elternsein ♡
23 Türli / 23. Dezember 🎄
Einschlafen: Warum der richtige Zeitpunkt wichtig ist
Den richtigen Schlaf-Zeitpunkt zu finden ist nicht so leicht. Und immer gelingt das nicht.
Doch was kann uns Eltern daran hindern, dass wir den Zeitpunkt nicht treffen?
Glaubenssätze: Wenn du tief verankert hast (“Dein Baby schläft wegen Übermüdung/Überreizung so schlecht.” (“Es wird schon einschlafen, wenn es müde ist.”) …
so kann es sein, dass du dein Kind zu früh in den Schlaf begleiten möchtest oder wie im zweiten Beispiel, es dem Kind überlässt und das nicht bei allen Kindern funktioniert.
Überforderung: Wenn du denkst, es wäre schön eine Pause zu haben, Schlaf doch mal mein liebes Kind, dann kann das Einschlafen zu einem Kampf werden, wenn die Müdigkeit noch nicht da ist.
Termine: Hier dasselbe; wenn du denkst, es wäre toll, wenn du jetzt schläfst, weil wir danach ins Babyschwimmen, zu Oma wollen …
Oder wenn Abends kurz vor der Schlafenszeit heimgekommen wird, kann das sein, dass das Baby zwar müde ist, jedoch noch nicht einschlafen kann.
Apps: Du vertraust auf eine App, obwohl du mehrfach die Erfahrung gemacht hast, dass dein Baby lange braucht, um in den Schlaf zu finden.
Apps können eine Hilfe sein, wenn sie eine Hilfe sind.
Tracking birgt auch Gefahren (das Risiko, dass Zahlen wichtiger werden als Signale, Abweichungen können verunsichern, wenn wir Kontrolle mit Sicherheit verwechseln, kann die Intuition und den Blick auf unser Kind schwächen)
Elternratgeber: Mit der Empfehlung (Ein Kind braucht feste Zeiten, um gut schlafen zu können). Das kann eine Zeitlang gut klappen, jedoch wird die Wachphase deines Kindes länger und somit können die fixen Zeiten nicht mehr passen.
Perfektion: Nur noch schnell wickeln, umziehen, aufräumen etc. und schon sind wir zu spät dran.
Der Schlaf-Wach-Rhythmus von Babys und Kleinkindern wird durch zwei zentrale biologische Prozesse gesteuert:
- Die homöostatische Schlafregulation
→ Je länger ein Kind wach ist, desto stärker wird der „Schlafdruck“.
Ist die Wachphase jedoch zu lang, kippt dieser Mechanismus. Das Stresssystem wird aktiviert und das Einschlafen ist erschwert. Viele Babys weinen dann, um diesen Stress loszuwerden. - Der circadiane Rhythmus
→ Gesteuert durch Licht, Dunkelheit und Hormone wie Melatonin.
Wird ein Kind vor oder nach seinem biologischen Schlafzeitfenster hingelegt, ist Einschlafen erschwert.
Das könnte auf einen falschen Zeitpunkt deuten:
- Unruhe
- Weinen
- Durchdrücken
- Vom Arm runter wollen
- häufiges Aufwachen nach dem Einschlafen
Oft werden dann die Einschlafhilfen intensiviert oder erweitert.
Als Faustregel kannst du dich daran orientieren:
Je jünger das Kind ist, desto unflexibel sind die Wachzeiten.
Ich habe dazu eine Formel gemacht:
→das OEP-Model
Optimaler Einschlafzeitpunkt
Altersentsprechende Wachphase
+ individuelle Abweichung (Tageszeit und individuelle maximale Wachzeit des Kindes)
+ aktive oder eher ruhigere Phase + Umwelt
+ frühe oder späte Müdigkeitssignale des Kindes wahrnehmen
= guter Einschlafmoment
Beim nächsten “Einschlaf-Kampf” denke auf jeden Fall an die ZEITEN. Hast du schon viel selbst ausprobiert oder siehst vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr, wende dich an eine Schlafberatung.
Zeitumstellung
Sommer auf Winter
Wie Du mit der Zeitumstellung umgehen und Dein Kind bestmöglich dabei unterstützen kannst
Muss mein Kind wirklich alleine einschlafen lernen? Sanfte Alternativen für Eltern
Sommerzeit
In der Nacht von Samstag, 29.03 auf Sonntag, 30.03.2025 werden die Uhren um eine Stunde vorgestellt.
Was macht das mit dem Schlaf des Kindes und wie lässt sich der Rhythmus sanft umstellen?
"Meilensteine des Schlafes – vom Neugeborenen zum kleinen Nachtschläfer: Warum der Schlaf von Babys so einzigartig ist und wie er sich Schritt für Schritt dem Erwachsenen Schlaf annähert."
Nach der Geburt ist das Baby meist aktiv und findet den Weg zu Mamas Brust. Nach der Geburt findet das erste Bonding statt und meist danach gelangen Baby und Mama erschöpft in den Schlaf (der erste Schlaf außerhalb des Bauches).
Neugeborene verbringen ca 50% ihres Schlafes in der REM-Schlafphase (Traum-Schlaf, aktiver Schlaf), das Gehirn entwickelt sich rasant, der Magen ist noch klein und das Baby benötigt am Tag sowie in der Nacht regelmäßige Nahrung. Stillen trägt bis zu 50% der Senkung des Plötzlichen Kindstodes (SIDS) bei. Die Empfehlung dahingehend ist, das Baby das gesamte erste Lebensjahr über im Zimmer der Eltern schlafen zu lassen. Die Geräusche/Bewegungen der Eltern tragen zu einem Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit bei und animieren zu atmen. Des Weiteren gleichen sich die Schlafphasen beim Co-Sleeping aneinander an, dass die stillende Mutter viel weniger aus dem Tiefschlaf gerissen wird und auf die frühen Zeichen des Babys eingehen kann.
Melatonin produziert ein Neugeborenes erst mit ca. 6-8 Wochen und bis dahin unterstützt die Mutter ihr Baby durch die Muttermilch, welche Melatonin enthält. Besonders unterstützend für ein entspanntes Einschlafen und Etablierung des Tag-Nacht-Rhythmus.
Mit ca. 4 Monaten stellt sich der Schlaf nochmal um, das Baby beginnt zyklisch zu schlafen. Zu Beginn dauert ein Schlafzyklus ca. 30-40 Minuten und verlängert sich mit zunehmendem Alter.
Bei Erwachsenen beträgt die Dauer eines Zyklus etwa 90-110 Minuten. Viele Eltern berichten, dass ihr Baby davor schon fünf bis sechs Stunden durchgeschlafen hat und jetzt viel häufiger aufwacht.
Einfach ausgedrückt beginnt der Schlafzyklus mit dem Einschlafen und endet mit dem unvollständigen Wachzustand. Dazwischen, nach ca. 20-30 Minuten, je nach Alter des Kindes befindet es sich in der Phase des Tiefschlafes.
Auch nach den ersten Monaten passiert einiges in der Entwicklung des Kindes und der "Schlaf-Entwicklung".
Dies möchte ich anhand der folgenden Theorien erklären:
Die Theorie der "Schlaf Regressionen" sieht im ersten Lebensjahr drei solcher Regressionen vor, im 4., 8. und 12. Lebensmonat und im zweiten Lebensjahr im 18. und 24. Lebensmonat.
Im Buch "oje ich wachse" werden solche Meilensteine "Sprünge" erklärt und auch der Kinderarzt Dr. T. Berry Brazelton mit dem"Touchpoint-Modell" zeigt, dass in diesen Phasen die Entwicklung voranschreitet und sich diese Weiterentwicklung auf den Schlaf auswirken kann. Was jedoch durchaus positiv ist und somit sich die Anzahl Schläfchen nach und nach verringern, nach und nach weniger REM-Schlafanteile stattfinden, dafür mehr Tiefschlafphasen, was sich besonders in der ersten Nachthälfte bemerkbar macht, dass die Kinder besonders da, ruhiger Schlafen.
Mit ca. 3 Jahren hat sich der Schlaf eines Kindes bereits sehr stark dem eines Erwachsenen angeglichen.
Die Schlafentwicklung verläuft nicht geradlinig. Es gibt immer wieder Phasen, wo die Kinder "durchschlafen" und dann wieder häufiger die Nähe und Hilfe der Eltern brauchen.
Diese Modelle können für Eltern hilfreich sein, wenn sie eine Erklärung für diese Phasen erhalten. Gleichzeitig ist jedes Kind individuell und nicht immer zeitgleich mit den Erklärungsmodellen übereinstimmend.
Bei Fragen oder wenn Du eine Einschätzung zu eurer aktuellen Schlafsituation wünschst, melde Dich bei mir.
Alles Liebe,
Carmen
Weihnachten mit Baby / Kleinkind
Ein Artikel für
- mehr Gelassenheit in der Vorweihnachtszeit
- mehr Eltern-Realität in den Sozialen Medien
- und sehr persönlichen Einblicken.
Zeitumstellung Sommer- auf Winterzeit
Zeitumstellung Sommer auf Winter
In der Nacht von Samstag 26.10 auf Sonntag 27.10 werden die Uhren auf die Normalzeit MEZ zurückgedreht. Von 3 Uhr auf 2 Uhr.
Ich zeige Dir hier 3 Möglichkeiten und möchte Dir gleichzeitig die Unsicherheit nehmen, welche eine Zeitumstellung mit sich bringen kann, vor allem dann, wenn das Thema Schlaf eine kleinere oder größere Herausforderung gerade ist.
1.)
Vorbereitung mit einer Woche Vorlaufzeit
Beginnend mit So. 20.10
Jeden Tag, jedes Schläfchen 15 Minuten später anbieten.
Beispielzeiten:
7 Uhr Aufwachen / 10 Uhr 1. Schläfchen / 14 Uhr 2. Schläfchen / 19 Uhr Nachtschlaf
So und Mo. 10:15 / 14:15 / 19:15
Di. und Mi. 10:30 / 14:30 / 19:30
Do. und Fr. 10:45 / 14:45 / 19:45
Sa. 11:00 / 15:00 / 20:00
Am Sonntag sind die Zeiten wieder so wie vor einer Woche, gemäß neuer Zeit.
Für Kinder, welche nicht so sensibel auf Zeiten reagieren oder für etwas ältere Kinder, können auch größere Zeitabstände mit weniger Tagen gut passen.
2.)
Warten und danach Zeiten verschieben
Dein Kind wird wahrscheinlich um dieselbe Uhrzeit aufwachen wie sonst auch, nur ist es nach der Zeitumstellung eine Stunde früher, daher wird Dein Kind wahrscheinlich auch das erste Schläfchen früher machen wollen.
In 15 Minuten Zeitabständen werden die Schläfchen verschoben, bis zum Schluss die gewohnten Zeiten wieder passen.
So. und Mo. 9:15 / 13:15 / 18:15
Di. und Mi. 9:30 / 13:30 / 18:30
Do. und Fr 9:45 / 13:45 / 18:45
Sa. 10:00 / 14:00 / 19:00
Auch hier können größere Zeitabstände auf weniger Tage verteilt gut passen. Besonders für Kinder, welche nicht so sensibel auf Zeiten reagieren oder für ältere Kinder, welche gut mit größeren Abständen zurechtkommen.
3.)
Nichts tun!
Wenn Dir die Zeiten so besser in den Alltag passen, können die Zeiten einfach beibehalten werden. Die Äußere Uhr wird zwar umgestellt, Dein Kind kann jedoch seine innere Uhr behalten.
Nichts tun kannst Du auch, wenn Dein Kind sehr gut mit der Zeitumstellung zurechtkommt oder auch, wenn ihr im Moment sowieso mit dem Rhythmus struggelt. Wenn sich vielleicht gerade die Schläfchen Deines Kindes umstellen, wäre es auch gar nicht möglich, täglich die Zeiten anzupassen, weil sie unterschiedlich und oft nicht vorhersehbar sind ;-)
Das kannst Du auf jeden Fall tun bei der Zeitumstellung auf die Winterzeit:
Licht beeinflusst den Tag / Nacht Rhythmus am meisten, also nutze dieses Wissen.
Was wir in der Zeit der Winterzeit-Umstellung brauchen, sind dunkle Morgen und helle Abende.
Viel Zeit im Freien verbringen, hilft generell für einen guten Schlaf.
Essenszeiten auch mit anpassen.
Schlafzimmer abdunkeln, dass KEIN Tageslicht in der Früh von draußen hereinkommt. Tageslicht, auch wenn es nicht viel ist, signalisiert dem Körper (Aufstehzeit!!!).
Bei "zu frühem" Aufwachen im dunklen Zimmer bleiben, solange es geht. Frühstück nicht vor 6 Uhr (oder der Uhrzeit, welche für Dich eine akzeptable Aufwachzeit ist).
Sorge für Licht am Abend während der Zeitumstellung, bis die neue Uhrzeit erreicht ist. Also mache es erst Richtung Bettgeh-Routine dunkler und zum Einschlafen natürlich so, wie es Dein Kind kennt. Dunkelheit fördert das Bilden von Melatonin (Schlafhormon).
Gute und möglichst stressfreie Zeitumstellung wünsche ich Dir und wenn es nach mir gehen würde, hätte ich die Zeitumstellung schon längst abgeschafft ;-) !!!!
Alles Liebe,
Carmen
PS: Wenn Du gerade überhaupt nicht zufrieden mit eurer Schlafsituation bist, lass uns doch in einem Ersttermin 15-30 Min. auf eure Situation schauen, um gemeinsam herauszufinden, was euch helfen könnte. Schreibe mir einfach eine kurze WhatsApp +43 664 4909668
Praktische Babyschlaftipps für den Urlaub
Urlaubszeit = nicht unbedingt mehr Schlaf für Eltern mit kleinen Kindern
Alles ist aufregend für Deinen kleine(n) Entdecker/in und so kann manch guter und geliebter Rhythmus durcheinander geraten. Das ist völlig normal und es ist okay! Schließlich muss keiner zur Schule, Kindergarten oder Arbeit (außer die Selbst und Ständigen ;-)
Ich möchte Dir einige Tipps und Impulse für den Sommerurlaub mitgeben:
- Informiere Dich welche Betten Situation ihr vor Ort haben werdet und überlegt im Voraus, wie ihr es machen möchtet. Manche Familien testen Zuhause schonmal das Reisebett in noch gewohnter Umgebung.
- Ein nach Zuhause riechender Schlafanzug, Schlafsack, Bettlaken etc. vermittelt Sicherheit. Du kannst dies alles in einen wiederverschließbaren Beutel packen, damit der Geruch von Zuhause mit reist.
- Einige Lieblingsbücher einpacken und das Lieblingskuscheltier nicht vergessen. Alles, was Dein Kind Zuhause in seinem Bett hat, reist mit (z. B. wenn es ein Kissen hat etc.)
- Viele Menschen schlafen die ersten ein, zwei Nächte nicht so gut an einem fremden Ort. Meist legt sich das jedoch schnell.
Häufigeres Aufwachen kann passieren. Lasse Dein Kind sich neu hinlegen und sei nicht übermotiviert alles Mögliche in Bewegung zu setzen, dass Dein Kind wieder einschläft. Weniger ist mehr. Und vielleicht braucht es gerade jetzt etwas mehr, aber sicherlich kein schweißtreibendes MaPa Workout. Was es wirklich braucht, ist Deine Nähe, Sicherheit und Liebe.
- Die Lichtverhältnisse können ggf. anders als gewohnt sein. Falls es zu hell sein sollte, eignen sich dunkle Müllbeutel, welche mit einem Klebeband an die Fensterrahmen geklebt werden. Die Fenster lassen sich problemlos öffnen und Du hast eine kostengünstige Lösung für zu helle Schlafräume.
- Weißes Rauschen kannst Du ausprobieren, wenn ihr nur einen Raum (z. B. Hotelzimmer) habt, ihr als Eltern jedoch noch nicht sofort schlafen gehen möchtet, um die Geräusche zu überdecken.
- Und hier am Ende mein absoluter Urlaubs-Top-Tipp:
Freiräume schaffen! Wechselt euch ab mit der Kinderbetreuung und gönne Dir 1-2Std alleine am Strand ohne Sand am Tuch, vielleicht in Begleitung mit einem guten Buch. Vielleicht ist es auch ein Drink an der Hotelbar am Abend, während der andere Elternteil die Einschlafbegleitung macht. Danach nimmst Du natürlich für Deinen Schatz eine kleine Köstlichkeit mit.
Hast Du Tipps für einen gelungenen Familienurlaub?
PS: Kennst Du unsere Facebook-Gruppe schon? Wenn nicht, komme gerne dazu.
Wenn Du bei der Facebook Suche "Baby- und Kleinkinderschlaf verstehen" eingibst, wirst Du sie finden.
Schönen Sommer und lieben Gruß - Carmen
Schlaf-Mythen
Mythos Nr. 1
"HALT DEIN BABY TAGSÜBER WACH, DASS ES NACHTS BESSER SCHLÄFT"
Vielleicht hast Du diese Aussage auch schonmal gehört? Dieser Mythos ist weit verbreitet, was vermutlich an dem Irrglauben liegt, dass Babys hauptsächlich in der Nacht schlafen sollen und das Schlafverhalten der Erwachsenen auf den Babyschlaf übertragen wird. Das Wissen darüber, dass Babys anders schlafen als Erwachsene, ist von enormer Bedeutung.
Besonders junge Säuglinge überreizen schnell und können übermüden. Je älter das Kind wird, desto flexibler ist die Spanne einer möglichen Wachphase, bevor das nächste Schläfchen stattfinden sollte. Babys brauchen regelmäßig ein Reset. Ein zu langes Hinauszögern des Schlafes bedeutet Stress für das Kind. Oft haben dann die Kinder mühe mit dem Einschlafen und die Nacht könnte unruhig und schnell vorüber sein.
DAS KANNST DU TUN
Achte auf die Müdigkeitsanzeichen Deines Babys. Jedes Baby ist individuell. So kann bei einem Baby das erste Müdigkeitsanzeichen schon ein guter Zeitpunkt sein, das Baby in den Schlaf zu begleiten. Bei einem anderen Baby ist das erste Anzeichen noch nicht der richtige Zeitpunkt.
Das Wissen um die altersgerechten Wachphasen hilft, eine Einschätzung zu bekommen, wie lange Babys in welchem Alter wach bleiben können.
Und nochmal zu betonen ist die Individualität jedes einzelnen Kindes, sowie zu beachten, dass nicht jeder Tag gleich abläuft, die Launen und Befindlichkeiten nicht jeden Tag gleich sind und somit eine gewisse Flexibilität immer von Vorteil ist.
Schlaf-Mythen
Mythos Nr. 2
"DU BEKOMMST DEIN KIND NIE WIEDER AUS DEINEM BETT"
Schlafen ist hochindividuell. Da spielen Vorlieben und Gewohnheiten mit rein, jedoch eines ist klar, das Bedürfnis nach Schlaf haben alle!
Die einen mögen es, ganz nah beisammen zu schlafen, die anderen mögen ihren eigenen Schlafbereich, andere schlafen gerne mit offenen Fenster, wieder andere sind Bauchschläfer und noch wieder andere schlafen am besten, wenn es ganz dunkel und ruhig ist.
Die Angst, das Kind nie wieder aus dem Bett zu bekommen, ist weit verbreitet.
WIE SOLLEN WIR ES NUN MACHEN?
So anzufangen, wie ihr es euch als Familie vorstellt, ist ein guter Beginn. Und immer wieder flexibel zu sein, unter allen Aspekten der Sicherheit und des Sicherheitsbedürfnisses des Kindes.
Und wenn wir nun doch etwas verändern möchten?
So ist das wichtigste, den Sicherheitsrahmen des Kindes zu respektieren. Das bedeutet manchmal auch etwas Neues auszuprobieren, um dies herauszufinden.
Es ist wichtig, dass alle Familienmitglieder zu ausreichend erholsamen Schlaf kommen.